Ab Januar 2004 wird hier wöchentlich die "Aufnahme der Woche"
aus allen Bereichen der Gesellschaft veröffentlicht.
Es soll zum Nachdenken aber auch zum Schmunzeln anregen.

@ufnahme KW 44 / 05

Wer oder was ist der 31. Oktober

Der 31. Oktober hat für die meisten Menschen ganz un-terschiedliche Bedeutungen. Zuerst wird im persönlichen Umfeld nachgedacht, dann auch an eine mögliche allge-meine Betrachtung. Landläu-fig wird der 31. Oktober als Reformationstag in Deutsch-land gefeiert. Früher gab es auch noch den sogenannten Weltspartag der Geldinstitute. Heute wird zunehmend das Fest von Halloween gefeiert, eine Überlieferung aus Irland und den USA.

Dr. Martin Luther - Reformator
1483 - 1546
Der 31.10. wird als Reformations-und Feiertag in der evangelischen Kirche gefeiert. Aus politischen Gründen wurde er in einigen Bundesländern abgeschafft.
Niederdeutsche Lutherbibel, Wittenberg 1541
Am 31. Oktober 1517 soll der Mönch Dr. Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schloßkirche zu Wittenberg geschlagen haben (wahrscheinlich hat er einige Briefe mit den Thesen an hohe geistliche Würdenträger geschrieben). Er nahm darin Stellung zu der dama-ligen katholischen Praxis, durch Geld oder ähnliche Leistungen sich von der Sünde frei zu kaufen. Luther lehnte das ab und berief sich auf das neue Testament. Damit leitete er die Reformation ein und begründete den evangelischen Glauben, ohne es eigentlich gewollt zu haben. Er übersetzte das neue Testament aus dem Urtext in die deutsche Sprache und machte so den Text der breiten Öffentlichkeit zugänglich. Gleichermaßen begründete er damit eine einheitliche deutsche Sprache.
Die Halloween Bräuche: Die Kinder und Jugendlichen gehen von Haus zu Haus
und rufen: "Süßes oder Saures". Gibt man nichts, bekommt man "Saures".

Es gibt unterschiedliche Erklärungen für das Halloween Fest. Eine besagt, daß es aus dem keltischen stammt. Dort wurde in der Nacht des elften Neumondes eines Jahres ein Fest gefeiert. Es gilt als das keltische Neujahrfest Samhain, das als Beginn der dunklen Jahreszeit zugleich ein Fest für die Toten war. Die katholische Kirche verlegte dagegen Allerheiligen im Jahre 835 vom ersten Sonntag nach Pfingsten auf den 1. November.s sollte ein Gegenpol zu heidnischen Festlichkeiten setzen. Aus dem Allerheiligenfest endstand jedenfalls der Name Halloween - zusammengesetzt aus dem englischen Sprachgebrauch All Hallows Eve, von eve (evening, „Vorabend“) und hallow („Heiliger“).

Heute wird der Tag sehr oft und gern von der Wirtschaft kommerzialisiert. "Vorbild" sind die USA. Es gibt auch heute Medienmacher und Ritualforscher, auch in Deutschland, die beide Feste vergleichen - Eine Unmöglichkeit.
Zwei so unterschiedliche Entstehungsgeschichten und Auswirkungen auf die Menschen kann, darf man nicht vergleichen oder gar Abhängigkeiten feststellen, nur weil sie zufällig am gleichen Tag gefeiert werden.

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