Die Kastanie in Bad Cannstatt
mit der Registrierungsnummer 137
in der Taubenheimstraße, links.
Soll sie ebenfalls gefällt werden wie ihre Nachbarin?

Eine kurze Anfrage per email an den Amtsleiter vom
Garten- und Friedhofsamt der Landeshauptstadt
Stuttgart, Stadtdirektor Werner Koch, haben wir
gestartet. Er hatte schon einmal
nachvollziehbare Erklärungen in Sachen Baumkultur
in Bad Cannstatt gegeben.



Eine wirklich schnelle und kompetente Reaktion von dem o.a. Stadtdirektor Werner Koch haben wir bekommen, herzlichen Dank. Auszugsweise hier einige Erläuterungen allgemein und für die Taubenheimstraße im Besonderen:

"Es gibt für Fachleute Merkmale, an denen man
erkennen kann und muß, ob ein
Handlungsbedarf besteht oder nicht.
Bei einer unsicheren Risikoabschätzung
hat dann
der Amtsleiter zu entscheiden.
Es fällt mir wirklich
sehr schwer Fällgenehmigungen
auszusprechen, aber
häufig geht es nicht anders.
Die Kastanien in der Taubenheimstraße sind nicht krank,
vielmehr bereitet uns die Statik der
Bäume und stärkere
Morschungen an größeren Schnittstellen Probleme
A
nstatt 12 vorgeschlagene Fällungen werden nur
7 Bäume gefällt. Bei den anderen zur Fällung
vorgesehenen Bäume werden wir eine
entsprechende
Kronenentlastung vornehmen."

Außerdem macht der engagierte Naturfreund nochmals auf die
rechtlichen Konsequenzen aufmerksam,
die oft keine Alternative zur Fällung der Bäume zulassen. Abschließend schreibt er:

"Für die zu fällenden Bäume werden auf alle Fälle entsprechende Ersatzbäume gepflanzt."

Wort gehalten
Wie vom Stadtdirektor Werner Koch
versprochen, wurden auch in diesem
Frühjahr einige Bäume in der
Taubenheimstraße neu gepflanzt.
Sie tragen, neben ihren "alten
Nachbarn", auch im Frühjahr dieses
Jahres wieder neue Knospen und im
Herbst die begehrten Früchte.
Das gesamte Jahr über immer ein
erfreulicher, schöner Anblick - das
Wahrzeichen der Taubenheimstraße.

Das Foto oben zeigt eine neue Kastanie direkt neben dem "Bruder" mit der Nummer 137.
Im Vordergrund noch des Stumpf
des kranken Baumes. (16.04.2004)

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