Bestens bedient - Cannstatter Carré - Mitten im Leben
Dali - Die Ausstellung --- Im Cannstatter Carré
Vom 25. Mai bis zum 30. Juli 2006
Biografie Salvador Dali 1904 - 1989

1904 Am 11. Mai wird Salvador Dalí in Figueras geboren. Schon sehr früh zeigt er ein außergewöhnliches Zeichentalent.

1918 Bei einer Ausstellung im Stadttheater von Figueras finden seine ersten Bilder die Beachtung der Kritiker.

1919 Er veröffentlichte in Lokalzeitschriften mehrere Artikel über die großen Meister der Malerei und "Quand les Bruits s'endorment", Gedichte.

1921 Im Februar stirbt Dalís Mutter. Im Oktober wird Dalí an der Kunsthochschule San Fernando, Madrid, aufgenommen. Er wohnt in dem Studentenwohnheim "Residencia de Estudiantes" , wo er sich mit dem Dichter Federico Garcia Lorca und dem Regisseur Luis Builuel anfreundet.

1923 Nachdem Dalí die Kompetenz seiner Professoren aufs schärfste bestreitet und damit Unruhen an der Hochschule auslöst, wird er für ein Jahr der Schule verwiesen. Im seiben Jahr wird er aus politischen Gründen für 35 Tage in Gerona inhaftiert.

1925 Dall verbringt die Ferien mit Lorca in Cadaques. Im November hat er seine erste Einzelausstellung in der Galerie Dalmau, Barcelona.

1926 Dall reist zum ersten Mal nach Paris und trifft dort Picasso (April). Im Oktober wird er endgültig der Madrider Kunsthochschule verwiesen.

1927 Von Februar bis Oktober leistet er seinen Militärdienst ab. Er veröffentlicht Der heilige Sebastian und entwickelt die Ästhetik der Objektivität.

1928 Mit Luis Montaily und Sebastio Gasch schreibt er "Das Gelbe Manifest".

1929 Bunuel und Dali drehen den Film Un Chien andalou (Ein andalusischer Hund), der ihre offizielle Aufnahme in die Pariser Surrealisten-Gruppe markiert. Im Frühjahr fährt Dali für Dreharbeiten nach Paris und trifFt dort durch die Vermittlung Miro´s mit Tzara, den Surrealisten und Paul Eluard zusammen. Im Sommer verführt er während der Ferien in Cadaque Eluards Frau Gala, was zum Bruch mit seinem Vater führt.

1930 Er entwickelt erste Ansätze der paranoisch-kritischen Methode. In der Zeitschrift "Le Surrealisme au service de la revolution" erscheint Der Eselskadaver (L' Äne pourri); bei den "Editions surrealistes" erscheint Die sichtbare Frau (La Femme visible). Dali kauft in Port Ligat bei Cadaques eine Fischerhütte; hier verbringt er von nun an große Teile des Jahres mit Gala. Rechtsextreme Gruppen zerstören bei einer Vorführung des Films Das goldene Zeitalter (L ' Äge d' or) von Bunuel und Dali das Kino.

1931 Bei den "Editions surrealistes" erscheint Liebe und Gedächtnis.

1932 Dali nimmt an der ersten Ausstellung von Surrealisten in den Vereinigten Staaten teil. Er schreibt das Drehbuch ßabaouo, ein Film, der wie all seine weiteren Filmprojekte nie realisiert wurde. Es kommt zur Gründung der Sammlergruppe "Zodiaque", die ihm regelmäßig Werke abkauft.

1933 In der Zeitschrift "Minotaure" veröffentlicht er den Artikel Von der schaurigen und eßbaren Schönheit, von der Jugendstilarchitektur und bewirkt damit eine Wiederbelebung des Interesses an der Ästhetik der Jahrhundertwende.

1934 Anläßlich der Ausstellung des Bildes Das Rätsel des Wilhelm TeIl kommt es zu ersten Auseinandersetzungen mit den Surrealisten und Andre Breton. Dalis Ausstellung in New York erlebt einen triumphalen Erfolg.

1936 In Spanien bricht der Bürgerkrieg aus. Bei einem Vortrag anläßlich der Surrealisten-Ausstellung in London entgeht Dalí nur knapp dem Erstickungstod in einem Taucheranzug, den er für diesen Auftritt angelegt hatte. Im Dezember erscheint er auf der Titelseite der Zeitschrift Time".

1937 Dalí schreibt ein Drehbuch für die Marx Brothers und trifft in Hollywood mit Harpo Marx zusammen. Im Juli malt und schreibt er parallel Die Metamorphose des Narziß, eine umfassende Anwendung der paranoisch-kritischen Methode. Er kreiert verschiedene Modelle für Elsa Schiaparelli. Breton läßt ihn wegen seiner unpassenden Äußerungen über Hitler von der Surrealisten-Gruppe verurteilen.

1938 Dalí nimmt an der internationalen Ausstellung der Surrealisten in Paris teil (Januar). Er besucht Freud in London (Juli) und zeichnet mehrere Porträts von Ihm.

1939 Es kommt zum endgültigen Bruch mit der Gruppe der Surrealisten und Andre Breton, der ihm in einem Anagramm seines Namens den Beinamen “Avida Dollars” gibt. ln den Vereinigten Staaten veröffentlicht Dalí die Schrift Die Unabhängigkeitserklärung der Phantasie und die Erklärung der Rechte des Menschen auf seine Verrücktheit. Im November findet in der Metropolitan Opera, New York, die Uraufführung von dem Ballett Bachanal statt, Libretto und Bühnenbild stammen von Dalí, die Choreographie von Leonide Massine.

1940 Nach einem kurzen Abstecher nach Paris kehren Dalí und Gala nach New York zurück, wo sie bis 1948 im Exil leben.

1941 Ausstellung Dali-Miró im Museum of Modern Art, NewYork.

1942 In den USA erscheint Das Geheime Leben des Salvador Dali (The secret life of Salvador Dali).

1946 Dali zeichnet mehrere Entwürfe für ein Trickfilmprojekt mit Walt Disney. Er entwirft Kulissen für den Film Spellbound (Ich kämpfe um dich) von Alfred Hitchcock.

1948 In den USA erscheint 50 magische Geheimnisse ("Fifty secrects of magic craftsmanship").

1949 Dalí und Gala kehren nach Europa zurück. Dall entwirft Bühnenbilder für Peter Brook und Luciano Visconti. Er malt die Bildfolge der Madonna von Port Ligat.

1951 Er veröffentlicht Das Mystische Manifest und beginnt seine korpuskulare Periode.

1952 Er zeigt eine Ausstellung in Rom und Venedig. Es ist die Zeit seiner nuklearen Mystik.

1953 Er hält einen triumphalen Vortrag an der Sorbonne über "Die phänomenologischen Aspekte der paranoisch-kritischen Methode. (Dezember)

1954 Beginn der Dreharbeiten zu dem Film Die außergewöhnliche Geschichte von der Spitzenklöpplerin und dem Rhinozeros ("L 'Histoire prodigieuse de la Dentelliere et du Rhinoceros") unter der Regie von R. Descharnes.

1956 Ausstellung in der National Gallery, Washington.

1958 Dalí präsentiert am 12. Mai im Theatre de l'Etoile in Paris ein 15 Meter langes Brot bei einem Happening.

1959 Dalí stellt in Paris seine Erfindung vor: das Ovociped. 1960 Er malt großformatige mystische Bilder wie Das ökumenische Konzil. 1961 in Venedig findet die Uraufführung das "Ballet de Gala" statt, Libretto und Bühnenbild stammen von Dalí, die Choreographie von Maurice Beiart. Er hält an der Ecole Polytechnique in Paris einen Vortrag über den Mythos von Castor und Pollux.

1962 Robert Descharnes veröffentlicht Dalí et Gala.

1963 Dali veröffentlicht Le Mythe tragique de l'Angelus de Millet. Dali beginnt, dem Bahnhof von Perpignan eine entscheidende Rolle in der Konstitution des Universums zuzuschreiben.

1964 Gilles Neret und Robert Descharnes organisieren im Seibu-Museum, Tokio, die erste große Dali-Retrospektive. Dalí veröffentlicht Das Tagebuch eines Genies.

1971 Eröffnung des Salvador Dalí Museum, Cleveland (Ohio), mit der Sammlung von E. und A. Reynolds Morse, das 1982 nach Saint Petersburg (Florida) verlegt wurde.

1978 Dalí entdeckt die Arbeiten Rene Thoms zur mathematischen Katastrophentheorie. lm April stellt er im Guggenheim-Museum seine hyperstereoskopischen Gemälde aus. lm Mai wird er in die Academie des Beaux-Arts, Paris, aufgenommen.

1979 Das Centre Georges Pompidou, Paris, veranstaltet eine große Dalí-Retrospektive, die anschließend in der Tate Gallery , London, gezeigt wird.

1982 Am 10. Juni stirbt Gala. Im Juli wird Dalí der Titel Marques de Pubol verliehen; er lebt von nun an in dem Schloß Pubol, das er Gala geschenkt hatte.

1983 Kreation des Parfüms “Dali". In Madrid wird eine bedeutende Dalí-Retrospektive gezeigt, die anschließend nach Barcelona geht. Im Mai malt Dali sein letztes Bild Der Schwalbenschwanz.

1984 Dali erleidet bei einem Zimmerbrand im Schloß Pubol schwere Brandverletzungen. Robert Descharnes veröffentlicht “Dali-die Eroberung des Irrationalen. Sein Werk-sein Leben”. Im Pallazo bei Diamanti in Ferrara findet eine Dali-Retrospektive statt.

1988 Erste Dali-Ausstellung in der Sowietunion im Puschkin Museum, Moskau.

1989 Am 23. Januar stirbt Dalí an Herzversagen im Torre Galatea, den er seit dem Brand im Schloß Pubol bewohnte. Er wird auf seinen Wunsch in der Krypta seines Theater-Museums in Figueras beigesetzt. Er vermacht in seinem Testament sein gesamtes Vermögen und sein Werk dem spanischen Staat. Im Mai findet eine große Retrospektive in der Staatsgalerie Stuttgart statt. Im August wandert diese Ausstellung ins Kunsthaus Zürich.

Dali in Stuttgart

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