U-Bahn Unglück in Südkorea
Verheerende Katastrophe fordert über 100 Todesopfer
Daegu / Stuttgart (wde) Wieder einmal hat uns das Schicksal gezeigt, dass wir die heutige Technik doch nicht immer so beherrschen können, wie es der Mensch gerne hätte. In der südkoreanischen Stadt Daegu ereignete sich ein schweres U-Bahn Unglück mit über hundert toten Menschen und Dutzenden Überlebenden mit schweren Verbrennungen. Den Betroffenen und ihren Angehörigen ist es egal, ob diese Tat durch einen Geisteskranken, einem Attentäter oder aus anderen Gründen geschehen konnte. Auf der gesamten Welt kann solch eine Situation eintreten. Die Redaktion hat die Geschäftsführer der Stuttgarter Straßenbahnen, Herrn Dr. Witgar Weber und Herrn Wolfgang Wörner gefragt, wie denn in Stuttgart mit solcher Katastrophe umgegangen wäre. Nachfolgend der Wortlaut der Anfrage. Wenn wir eine Antwort bekommen – wo von wir gerne ausgehen möchten – wird diese sofort ebenfalls hier veröffentlicht.
Stuttgart, den 20. Februar 2003 Herren Geschäftsführer Dr. jur. Witgar Weber Dipl.-Ing. Wolfgang Wörner VVS Stuttgart Sehr geehrter Herr Dr. Weber, sehr geehrter Herr Wörner, in der südkoreanischen Stadt Daegu ist vor einigen Tagen ein verheerendes Unglück auf den Gleisen der U-Bahn geschehen. Nach Angaben von Augenzeugen wurden danach die elektrischen Zuleitungen getrennt. Dieser automatische Vorgang hatte u.a. zur Folge, daß die Türen nicht mehr geöffnet werden konnten und die Passagiere eingeschlossen waren. Nach einem solch schlimmen Geschen ist jeder der Beteiligten immer schlauer und es werden "die üblichen Verdächtigen" gesucht und meistens auch gefunden. Meine Frage an Sie als Geschäftsführer   der "Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH" (VVS) lautet ganz schlicht: Kann so etwas auf den unterirdischen Gleisanlagen auch in Deutschland passieren? Wie sind in Stuttgart und Umgebung die Sicherheitsmaßnahmen vorgesehen bzw. wie können die Hilskräfte - hoffentlich müssen sie dieses nie machen - eingreifen? ________ Gern würden unsere Leser und Ihre Fahrgäste erfahren, wie die Sicherheit auf den Gleisen der VVS ist. Ohne Ihren Kollegen in Südkorea nahe treten zu wollen kann man bestimmt davon ausgehen, daß die deutschen Vorschriften und ihre Anwendung umfangreicher sind, als sie dort vor Ort wohl gewesen sein müssen. Jeden Tag steigen tausende Pendler und andere Reisende in die  
Nach dem dramatischen Unfall in Südkorea Foto:dpa ____________ S- und U-Bahnen. Geben Sie bitte den Betroffenen wieder ein gutes Gefühl und uns eine Antwort, Danke. Mit freundlichem Gruß wde Redaktion-Meinungen Walter Diedrich Ebers Bad Cannstatt ___ P.S. Diese Anfrage finden Sie auch im Internet unter http://www.erlebniswelt-heute.de - Meinungen - Wirtschaft

Eine sehr schnelle Reaktion der Verantwortlichen der VVS auf unsere Anfrage. Wir bedanken uns dafür ausdrücklich. Nach zu- sätzlichen Informationen werden wir diese sofort veröffentlichen. _____ Sehr geehrter Herr Ebers, zu Ihrer Anfrage nach der Sicherheit von S- und Stadtbahn im VVS darf ich Ihnen im Auftrage unserer Geschäftsführung und auch aus persönlicher Überzeugung heraus versichern, dass die für den Bau und den Betrieb der Verkehrsanlagen Zuständigen (S-Bahn = DB Regio), (Stadtbahn = Stuttgarter Straßenbahnen AG / Tiefbauamt der LH Stuttgart)   sorgfältig alle Vorkehrungen getroffen haben, um Katastrophen wie in Korea zu verhindern. ___ Was nun die Details Ihrer Anfrage vom 20.01.2003 anbelangt, so werde ich Ihr Schreiben – ausge-hend von Ihrem Einverständnis - an die für Bau und Betrieb von S- und Stadtbahn zuständigen Stellen SSB und DB Regio weiterleiten. Mit freundlichen Grüßen Ihr Wilfried Vilz, Leiter der Stabsstelle Presse, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH (VVS)  
Die Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH (VVS) engagiert sich für ihre Fahrgäste in der Region Stuttgart und darüber hinaus. Quelle: VVS
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