Der Fernseher ist nur ein Kasten
Erziehung ist keine Glücksache - Jugend braucht Realität, keine Glücksritter
Bad Cannstatt (wde) Schon vor der Vielfalt des heutigen Medienangebotes hatten einige Jugendliche zu ihrer Zeit Probleme mit den äußeren Einflüssen und der ganz persönlichen Verarbeitung. Es war und ist nicht leicht für die jungen Menschen richtig und falsch sowie Wahrheit und Illusionen zu unterscheiden, wenn sie nicht von den Eltern von Beginn an darauf aufmerksam gemacht werden. Jetzt zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist das Angebot schon für die Erwachsenen fast unerträglich groß – jetzt muß den Kindern und jungen Leuten erst Recht Hilfe anbgeboten werden, die sie dringend benötigen. Das Wort „Vorbild“ soll hier gar nicht groß strapaziert werden, aber jeder Betroffene muß auf seine individuelle Art positiven Einfluß auf die ihm anvertrauten jungen Menschen nehmen. Wie wäre es zum Beispiel mit dem, zugegebenermaßen banalen Satz: „Der Fernseher (und der Computer) ist nur ein Kasten, das richtige Leben ist draußen.“ Der Einfluß der Medien – in jeder Form - auf die Entwicklung der jungen Menschen muß heute ohne „wenn und aber“ in die richtitge Richtung gelenkt werden. Das Streben nach dem heute Machbaren z.B. muß relativiert werden, damit die Jugend den Blick für das wirkliche Leben finden kann. Das gilt gleichermaßen für den Umgang untereinander, innerhalb der Familie sowie im Privat- und Berufsleben. Trotz dieser Erkenntnis sind aber nach wie vor die Eltern für die Erziehung und Handlungsweisen ihrer Kinder verantwortlich.
Das zu oft benutze Argument einiger Eltern: „Im Kindergarten wird mein Kind schlecht beeinflußt“, stimmt höchstens zu einem kleinen Teil, ist aber im Ansatz völlig falsch gedacht. Schon in diesem frühen Stadium der Kindererziehung wird damit die Verantwortung abgeschoben – ein fataler Fehler. Auch innerlich spricht sich damit mancher „Erziehungsberechtigte“ von möglichen Folgen „seiner Erziehung“ frei. Genau diese falsche Überlegung muß erkannt und auch deutlich angesprochen werden. __________________________ Die alte Volksweisheit „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr“ (gilt auch für die Mutter) hat nicht nur ihre Aktualität bewahrt, sondern es lohnt sich, einmal wirklich darüber nach zu denken. Was spricht dagegen - wenn sich Eltern in manchen Belangen der Erziehung überfordert fühlen - weitere Informationen ein zu holen? Es muß ja nicht immer gleich der Nachbar oder die Freundin / Freund sein, die es meistens sowieso immer besser wissen. Abgesehen davon, daß man seine vermeintlichen Schwächen auch nicht jedem „auf die Nase binden“ will. Ein sinnvoller Erfahrungsaustausch ist hier aber   nicht gemeint. Nein, es kann auch eine private oder staatliche Stelle sein, die Hilfe anbietet. Dabei, und das scheint wichtig zu sein, muß der sogenannte „negative Geschmack“ solcher Einrichtungen abgebaut werden. Die Hemmschwelle muß sehr niedrig sein. Diese wichtigen Informationen müssen auch nicht zwingend bei dem Jugendamt oder den Elternberatungen angegeliedert sein. ______________________ Entscheidend muß sein, daß das gezielte Angebot der heutigen Zeit in Inhalt und Methode angepaßt ist. Und noch eine, nicht nur wissenschaftlich fundierte Erkenntnis sollten die Eltern beachten: Die Erziehung des Kindes fängt schon im Säuglingsalter an, nicht erst wenn das Kind in den Kindergarten kommt. Kinder, egal in welchem Alter, sind sehr aufmerksam, lernbegierig und -fähig. Wenn sie Verhaltensweisen der Eltern erkennen sind sie bestrebt, diesen nachzueifern. Das gilt z.B. auch für das Eßverhalten, die Schlafgewohnheiten und den Umgang untereinander. Jeder ist für seine Kinder selbst verantwortlich, nicht der Nachbar, nicht der Staat und auch nicht die Kirche.  
nur „den Anderen“ die Verantwortung für sein eigenes Handeln?!________________ Jeder Mensch sollte für sich einmal in Ruhe darüber nachdenken, was für ihn persönlich eine Reputation bedeuten kann. In allen Lebenslagen immer nur nach der Meinung „des Anderen“ schauen und sich entsprechend verhalten ist nicht nur unmöglich, sondern schon im Ansatz falsch gedacht. Wenn man seine religiösen und staatlichen Gesetze befolgt und sich dann auch noch „menschlich“ benimmt, findet man ganz sicher seinen „Seelenfrieden“, hat dann zwangsläufig eine gute Reputation und die Beachtung seiner Mitmenschen. Denn eines ist trotz aller Diskussionen schon seit Menschengedenken klar: Jeder braucht Halt und Anerkennung im gesellschaftlichen, im beruflichen und natürlich auch im privaten Bereich. Man muß aber auch selbst etwas dafür tun.

   
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