Stuttgart 21 - Ein Milliardenprojekt spaltet
Ein Trauerspiel in dem nach oben offenen Episodenfilm „Späte Erkenntnis“
Stuttgart (wde) Die Bundesbahn baut in der Landeshauptstadt Stuttgart einen neuen „Durchgangsbahnhof“ und keiner schaut tatenlos zu. Nicht unbedingt das ob, sondern das wie "erzürnt viele Gemüter", so ein interessierter Bürger. Alle juristischen Instanzen hat das Milliardenprojekt durchlaufen, die Stadt Stuttgart und die Deutsche Bahn haben von Beginn an informiert, aber keiner hat sich dafür interessiert. Jetzt, wo es in die entscheidenden Realisierungsphasen geht, am 2. Februar 2010 begannen offiziell die Bauarbeiten, werden die Bewohner der Region, vor allem aber die Parteien, sehr aktiv. Viel zu spät haben die jetzigen Gegner gegen die Entscheidungen geklagt bzw. argumentiert. Jetzt, wo es zu spät ist, sieht es sehr viel nach Parteipolitik aus. Die Verträge sind bindend und nur sehr schwer - wenn alle Beteiligten einverstanden sind - rückgängig zu machen, dass aber auch mit mindestens 1 Milliarde Euro zu Buche schlagen würde. „Es wird nie wieder unser Bahnhof sein“, so ein Passant bei dem Anblick der Bagger und ihrer Arbeit auf der Nordseite des Bahnhofs. Zu einem geplanten, klärenden Gespräch am „Runden Tisch“ wollen nicht alle Beteiligten kommen, weil eine Vorbedingung nicht erfüllt wurde, nämlich der Baustopp bis zum Gespräch (etwa eine Woche, Anm. der Redaktion). Bei einer vorgesehenen Bauzeit von ungefähr 10 Jahren wäre das aber wohl nicht erheblich. Auch ein Zeichen dafür, dass Befürworter und Verweigerer gar nicht verhandeln wollen?! Denkt ein Verantwortlicher - auf beiden Seiten - an das Ganze oder nur bis an seinen Tellerrand, der zugegebener maßen sehr breit ist. Für alle ist die jetzige Entwicklung eine späte Erkenntnis über die Leidensfähigkeit der Menschen, wenn es um die noch verbliebenen historischen Gebäude in Stuttgart geht. Der „Schwabe“ kann seinen Unmut äußern, allerdings auch ohne die Instrumentalisierung durch politische Parteien. Stuttgart 21 ist nicht Baden-Württemberg. (Siehe unten „Weitere Informationen“)
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