Kuba 1962, Polen 2007-(K)ein Unterschied!?
Gemeinschaft „der Willigen“ von Italien, der Türkei, jetzt Polen und auch Europa?
Heiligendamm (wde) G 8 Gipfel 2007 Deutschland. Die deutsche Präsidentschaft hat viele weltumfassende Themen die vorbereitet werden müssen. Das Motto dieses Gipfels lautet daher: „Wachstum und Verantwortung“ Die G8 Mitglieder sind Frankreich, Italien, Deutschland, Großbritannien, Kanada, USA, Japan und Rußand. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bei ihrer Regierungserklärung zum G8-Weltwirtschaftsgipfel am 24. Mai 2007: „so werden uns auch in Heiligendamm aktuelle außen- und sicherheitspolitische Fragen beschäftigen“. Weiter stellt die Bundeskanzlerin fest: „Sieben Themen stehen im Mittelpunkt des Gipfels“. Kein Wort, kein einziges Wort in ihrer Rede über den Konflikt „vor der eigenen Haustür“ zwischen der EU, Polen und Tschechien wegen der Stationierung von Raketen und Radaranlagen aus den USA. Bestimmen die USA auch schon die Tagesordnung im Vorfeld des Gipfels? Wenn die Stationierung dieser amerikanischen Kriegswaffen direkt in Europa und direkt neben Deutschland keine Rede wert ist, „im Mittelpunkt des Gipfels“, was dann?! US-Außenministerin Condoleezza Rice sprach im Falle einer uneinheitlichen Position des Weltsicherheitsrates die Möglichkeit an, dass auch eine "Koalition der Willigen" gegen Teheran vorgehen könne. Diese Terminologie wurde schon bei dem IRAK-Krieg im Jahr 2003 benutzt, das Ergebnis ist offenkundig. Was soll ein souveränes Land, hier Russland und Präsident Vladimir Putin, davon halten, wenn vor ihren Grenzen Raketen und Radaranlagen positioniert werden sollen? Im Jahr 1962 waren bei der KUBA-Krise die Vorzeichen genau umgekehrt. Russland wollte Atomraketen in Kuba stationieren, Die USA waren verständlicher Weise dagegen, gern wird heute aber die Vorgeschichte übersehen. Veto, Veto über alles! - ich verbiete - hier ist es die glatte Verhinderung. Die Amerikaner und ihre Präsidenten sind u.a. Weltmeister dieses politischen Mittels. Polen und Tschechien sind neue EU-Mitglieder. Sie müssen noch lernen sich als Europäer zu fühlen, aber auch zu verhalten und „nachhaltig“ zu handeln.. Die höhere Diplomatie der USA ist sehr verschlungen, man sollte nicht alles sofort glauben, was sie sagen. Das Handeln ist oft ganz anders! Polen und Tschechien müssen sich entscheiden - in Heiligendamm - ob sie gute Europäer oder Vasallen von den USA werden wollen. Wenn sie sich für die Stationierungen, in welcher Form auch immer, entscheiden, muss dann ein Veto der Europäer gegen die beiden Länder erfolgen mit dem Ziel, dass sie aus der EU wieder ausgeschlossen werden. Sie gefährden damit die europäische Union und Sicherheit. Sanktionen, die sowieso nicht eingehalten werden, helfen da nicht. In aller Ruhe wird zwischen Polen, Tschechien und den USA weiter verhandelt. Die Europäer schauen zu? Nur in Heiligendamm ist jetzt noch der Ort, diese Stationierungen zu verhindern. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat es schon vorgemacht bei der Nachhaltigkeitskonferenz in New York, es gab dort keine Abschlusserklärung wegen des VETO der Europäer. Das wäre auch in Heiligendamm ein Zeichen für die USA und ihres Präsidenten George W. Bush, an die gesamte Welt, das die USA nicht mit seinen politischen Vorstellungen die Welt beherrschen kann. Es gibt andere, gute Wertvorstellungen. Nach über 50 Jahren EU sollten die Länder stark genug sein, ihre berechtigten Bedenken auch durchzusetzen – oder doch auch nur Vasallen?!
Die Hochzeit im Kalten Krieg gab es nicht nur in Europa sondern auch in Amerika und Südamerika. Italien und die Türkei waren im Jahr 1959 die ersten „Willigen“, die sich für die Interessen der USA in Europa einsetzen ließen. Die USA stationierten in Italien 30 und in der Türkei 15 Atomraketen, die auf die UdSSR gerichtet waren. Im April 1961 erfolgte die Invasion in der Schweinebucht auf KUBA. Die Exilkubaner versuchten mit der militärischen Unterstützung der CIA einen Angriff auf das Revolutionsregime unter Fidel Castro. Die gescheiterte Invasion war nicht nur ein militärisches, sondern vor allem ein politisches Debakel für die Vereinigten Staaten. Im Weltsicherheitsrat kam es zu Diskussionen ob der Rechtmäßig- keit der Invasion. Durch ein Veto der Amerikaner wurde aber der Antrag von KUBA, die USA als Aggressor zu benenn, abgelehnt. Es war der eigentliche Auslöser der KUBA-Krise, die im Jahr 1962 ihren Höhepunkt hatte. Nie war ein Atomkrieg zu nah als zu dieser Zeit. Im Jahr 2007 wollen nun die USA erneut in Europa Raketen und Radarstellungen aufbauen, „um die USA zu schützen“. Wenn der IRAN wirklich Atomwaffen hat oder noch entwickeln wird, werden sie auch auf einen Rückschlag kaum verzichten. USA ist weit, Europa nicht! Ursache und Wirkung - zu gern werden gerade auch in der Politik diese Tatsachen verdrängt oder bewusst weggelassen. ________________ Auch der neueste Vorschlag des amerikanischen Präsidenten, bis Ende 2008 unter eigener Regie eine weltweit eigene Strategie mit den 15 Staaten der wichtigsten Produzenten der Treibhausgase ins Leben zu rufen, ist nur ein weiterer Versuch, die Welt nach seinen Gesichtspunkten zu lenken.Schade eigentlich, denn das Buch der Geschichte, auch der amerikanischen, wird nach den beiden Amtszeiten von George W. Bush geschrieben. Warum will der 43. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, George W. Bush, mit seiner Regierung in der Hauptsache als Kriegspräsident in die Geschichte eingehen? Dazu   kommen noch seine Wertvorstel- lungen, die er auf die gesamte Welt „ausschütten“ möchte. Er hat jetzt noch die Gelegenheit und die Macht, die politische, gesellschaftliche und kulturelle Welt wirklich global zu betrachten und positiv zu beeinflussen. Es gab schon Jahrtausende vor den USA Menschen und Kulturen die es Wert sind, erhalten zu bleiben. Klar muss aber auch sein, dass sich die alten und neuen Kulturen auch der Weltveränderung anpassen müssen. Terrorismus ist da wirklich kein Weg, der von allen Ländern bekämpft werden muss. Die USA war schon immer ein Freund von Europa und besonders auch von Deutschland gewesen – das muss auch so bleiben, aber nicht um jeden Preis. ________________ Die deutsche Präsidentschaft des anstehenden G8 Gipfel in Deutschland, Heiligendamm, hat die Vorbereitungen gut vorangetrieben. In vielen vorgeschalteten Sitzungen der unterschiedlichsten politischen Interessen, wurden die Themen mit allen Beteiligten verhandelt. Auch wenn, wie zu erwarten war, nicht überall Konsensfähigkeit erreicht wurde, sind die Aufgaben für die Regierungschefs der acht beteiligten Staaten dadurch im Vorfeld deutlich geworden. Trotz unterschiedlicher Meinungen ist es ja gerade das Treffen, wo diskutiert und verhandelt werden soll. Die im Vorfeld entstanden Gesichtspunkte müssen nicht zwingend auch der „Weisheit letzter Schluss“ sein. Man muss als Außenstehender davon ausgehen können, dass die Verantwortlichen einer offenen Diskussion mächtig sind und alle Argumente in die Entscheidungen einfließen lassen. Das gilt nicht nur für die USA, sondern gleichermaßen für Russland und alle anderen Beteiligten. Es gibt darüber hinaus Bestrebungen, den G 8 Gipfel zu einer G 13-Gruppe zu erweitern. China, Indien, Brasilien, Mexiko und Südafrika sollen hinzukommen. Immer erweitern ist bestimmt nicht der richtige Weg, die jetzigen Probleme der Welt zu lösen. Sie werden nur in die nächsten Generationen verschoben – das ist im Moment ein wirklich falsches  
George W. Bush und Vladimir Putin, zwei Präsidenten denken nach. Quelle: harvey.harker.org, worldsecuritynetwork.com ______ Quelle Aktuell/Start: wdr.de - msnbc.msn.com ______________ Zeichen. Gegenseitiges Vertrauen zwischen der teilnehmenden Länder ist angesagt, dann kann man auch für die andere Länder Hilfe schaffe, wie auch schon geschehen. Die aktuelle Erweiterung der EU zeigt hier deutlich die Schwierigkeiten und das gegenseitige Blockieren, trotz besserer Einsicht. _____________ Es ist der gesamten Welt zu wünschen, dass Beschlüsse mit Bestand in Heiligendamm gefunden werden, die auf allen politischen Gebieten nachhaltig auch in die praktische Tat umgesetzt werden können – jetzt.

   
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