60 Jahre und kein bißchen weise
Viele Politiker haben nach dem 2. Weltkrieg nichts gelernt – gar nichts
Stuttgart (wde) Der 8. Mai 1945 gilt allgemein als Datum für die Kapitulation der deutschen Soldaten nach dem zweiten Weltkrieg. In Wirklichkeit gab es drei Termine, in denen Deutschland kapitulierte. Diesmal keine deutsche Gründlichkeit, sondern eine Forderung der Alliierten. Die erste Teilkapitulation trägt das Datum 4. Mai 1945 und betraf die deutschen Heeresverbände. Es war der britische Feldmarschall Bernhard Montgomery, der in der Lüneburger Heide die Teilkapitulation von Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg entgegennahm. Diese Kapitulation galt aber nicht für die gesamte Wehrmacht. Die nahm drei Tage später Dwight D. Eisenhower in Reims entgegen. Erneut war es von Friedeburg, der mit dem alliierten Oberbefehlshaber eine Teilkapitulation, ohne die Ostgebiete, aushandeln sollte. Generaloberst Alfred Jodl wurde noch hinzugezogen, trotzdem lehnte Eisenhauer ab. U.a., weil auch die Freundschaft mit den Russen berücksichtigt werden mußte und ein Separatfrieden nicht durchzusetzen gewesen wäre. Mit der Unterschrift von Jodl um 2.41 Uhr, es war inzwischen Montag, der 7. Mai 1945, wurde der Waffenstillstand nach fünf Jahren und neun Monaten, nach 50 Millionen Toten und einem Krieg, dessen Dimension bis dahin kaum vorstellbar war, der zweite Weltkrieg beendet. Der Waffenstillstand sollte am 8. Mai um 23.01 Uhr in Kraft treten. Mit dieser Lösung war Josef Stalin aber nicht einverstanden. Die Russen wollten ebenfalls bei dem Vorgang anwesend sein. So wurde eine zusätzliche, endgültige Kapitulation in Berlin inszeniert. Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel und Georgi Schukow waren die Akteure bei der letzten Unterschrift. Es war schon Mittwoch, der 9. Mai, 0.16 Uhr. Die Uhr am Moskauer Kreml zeigte sogar schon 2.16 Uhr. Am selben Tag verkündeten die Alliierten den Sieg über Deutschland.
   

   
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