Mr. President was here
George W. Bush in Deutschland mit großen Worten, folgen auch „gute“ Taten?
Mainz (wde) „Dieses großartige Land ist das Herz Europas.“ Wie hat der amerikanische Präsident bei seinem Kurzbesuch in Mainz das gemeint? Geographisch?! Die beiden Staatsmänner haben einen Neuanfang der bilateralen Beziehungen bei dem Besuch angestrebt. Die „unterschiedlichen Einschätzungen der Vergangenheit sind Vergangenheit“, so Kanzler Schröder. Es ist zu hoffen, daß die Zukunft nicht nur nach den Vorstellungen des jetzigen amerikanischen Präsidenten gestaltet wird, wenn es um das Wohl des deutschen Volkes und Europas geht. Die größten Welt-Konflikte liegen ganz nah bei Europa, weit weg von den USA. Manche Fragen blieben allerdings unbeantwortet.
George W. Bush trat die erste Auslandsreise nach seiner Wieder- wahl zum amerikanischen Präsidenten nach Europa an. Er hat wohl erkannt, daß es ohne starke Verbündete nicht geht. Die NATO und die Europäische Union sind zwei sehr gewichtige Bündnisse, die ihren Platz in der Welt gefunden haben. Bush gab sich bei seinen Terminen insgesamt sehr charmant. Bei dem Erklingen der Nationalhymnen auf dem Hof des Kurfürstlichen Schlosses in Mainz hatte er ein leichtes Lächeln auf den Lippen, das sich bei der deutschen Hymne noch verstärkte! „Amerika und Deutschland sind Partner für den Frieden und die Freiheit bei der Erfüllung unserer Pflichten“, so Bush bei seiner Tischrede.   In der amerikanischen Administra- tion, den Beratern mit und ohne politischem Gewicht, hat sich ein Umdenkunkungsprozeß entwickelt. Alleingänge der Amerikaner sind nicht mehr an erster Stelle. Der Konflikt im Nahen Osten hat sich erweitert. Neben Israel und den Palästinensern gibt es jetzt auch noch den Libanon und Syrien. Die Planungen von angeblichen Atomwaffen im Iran werden jetzt schon von Deutschland, England und Frankreich direkt mit dem Land verhandelt. Ohne Amerika. Präsident Bush will den gesamten Nahen Osten „befrieden“. Das ist eine gute Botschaft, wenn es ohne weitere Kriegshandlungen geht. Im Klimaschutz wollen die beiden Nationen näher zusammen arbeiten.  
US-Präsident George W. Bush und Bundeskanzler Gerhard Schröder Quelle: BUNDESREGIERUNGonline _ Ob der Besuch des Präsidenten „rundum gelungen“ ist, wie Kanzler Schröder meinte, muß die Zukunft zeigen.

   
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