Ausbreitung der Freiheit in der ganzen Welt
George W. Bush vereidigt – Welche Freiheit meint der Präsident der USA
Washington (wde) Zum zweiten mal wurde George W. Bush zum Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt. In seiner etwa 20-minütigen Antrittsrede erwähnte er kein einziges mal den Irak-Krieg. Das ‚Sendungsbewußtsein’ des amerikanischen Präsidenten bleibt aber ungebrochen. Insgesamt 27 mal kam der Begriff Freiheit in seiner Rede vor. Welche Freiheit meint Mr. President? „Eines Tages wird das ungezügelte Feuer der Freiheit auch die dunkelsten Ecken der Welt erreichen“, so Bush. Dieses Ziel ist schon Jahrhunderte das Streben von verantwortlichen Politikern, auch im „alten Europa“ und dem Rest der Welt. In dem heutigen Geschichtsfenster kann dieser Wunsch tatsächlich einen weiten Schritt voran kommen, aber nur, wenn die Traditionen dieser Völker nicht die Wertvorstellungen von Amerika eins zu eins übernehmen müssen oder gar des jeweiligen Präsidenten. Es gab schon ein Leben vor dem Jahr 1776 und auch 1492.
Der 43. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika heißt George W. Bush. Zusammen mit seinem Stellvertreter Dick Cheney leistete er den Eid auf die Verfassung auf den Stufen des Kapitols in Washington. In Erinnerung an die Anschläge vom 11.September 2001 meinte er: „Wir sind durch die Ereignisse und gesunden Menschenverstand zu einem Schluß gelangt: Der Fortbestand der Freiheit in unserem Land hängt in zunehmendem Maße vom Erfolg der Freiheit in anderen Ländern ab. Die größte Hoffnung auf Frieden in unserer Welt ist die Verbreitung der Freiheit in der ganzen Welt.“ Er appellierte an die Geschlossenheit der Nation und meinte an seine Kritiker gewand, daß man den Ruf der Freiheit nicht in Frage stellen dürfe. Im jetzigen Abschnitt der Geschichte sei es „eine unpassende Zeit für Zweifel.“ Durch die „große Befreiungstradition dieses Landes“ sollen auch weiterhin Millionen von Menschen die Freiheit erlangen. Im innenpolitischen Teil seiner Rede   meint Bush: Im amerikanischen Freiheitsideal finden die Bürger die Würde und Sicherheit der wirtschaftlichen Unabhängigkeit Große Institutionen sollen reformiert und den Bedürfnissen der heutigen Zeit angepaßt werden. Eine „Gesellschaft des Eigentums“ soll aufgebaut werden. ___________ Auch bei seiner zweiten Pressekonferenz nach seiner Wiederwahl will Bush erreichen, die "weltweit Tyrannei an ihr Ende zu bringen". Er sei außerdem willens, bei der „konkreten Problematik der Nuklearwaffen“ mit den Alliierten zusammenzuarbeiten. Eine weitere Zusammenarbeit mit den Alliierten hat er explizit nicht angesprochen, was einen Alleingang im möglichen Iran-Konflikt neue Nahrung geben dürfte. Im laufenden Irak-Krieg gehe es darum, so Bush, das Land zur eigenständigen Wahrung des inneren Friedens im Land zu befähigen, das sei seine Politik der nächsten vier Jahre. Die neue Außenministerin Condoleezza Rices hat noch kein eindeutiges Bild ihrer  
US-Präsident George W. Bush __ Quelle: SPIEGEL ____________ Politikrichtung erkennen lassen. Aber auch sie will die "Vorposten der Tyrannei" abschaffen. ______ Einige Plakate von Demonstranten bei der Amtseinführung zeigten den Text: „Vier weitere Jahre: Gott hilf Amerika“ Sollte sich der Rest der Welt diesen Wünschen anschließen - müssen?!

   

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