Davon geht die Welt nicht unter
Deutschland in Portugal ausgeschieden - Das Leben geht weiter
Lissabon (wde) Fußball, immer noch die beste Nebensache der Welt. Das hat sich einmal mehr bewahrheitet bei der diesjährigen Europameisterschaft in Portugal. Mit welchen guten Vorsätzen und Vorbereitungen sind die 16 Nationen in das Austragungsland gereist. Aber schon in der Vorrunde hat manch „gute“ Mannschaft die Realität und den tatsächlichen Stellenwert erfahren müssen. Deutschland hat die Vorrunde auch nicht „überlebt“ - na und, das Leben geht weiter.
Manche Ehe-Partnerin wird ins geheim nichts gegen das vorzeitige Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft einzuwenden haben. Kann man doch nun wieder befreiter ein passendes Fernseh- programm wählen. Es gibt aber auch Vertreter des weiblichen Geschlechts, die zunehmend am nationalen und internationalen Fußball Interesse zeigen. Das hat bestimmt auch damit zu tun, dass die deutschen Damen in diesem Jahr Weltmeister im Fußball gewor- den sind. ___________________ Die deutsche Mannschaft in Portugal konnte in keinem der drei Spiele der Vorrunde richtig überzeugen. War im Spiel gegen die Niederlande noch ein gewisses Engagement zu erkennen, waren die beiden anderen Spiele mehr als beschämend. Teamchef Rudi Völler hatte da ganz bestimmt keine Schuld. Die Spieler selbst, jeder einzelne, muss Verantwortung tragen. Wenn nach dem zweiten Spiel ein Spieler mit den Worten sinngemäß zitiert wird: „Das Unentschieden ist nicht so schlimm, wir wissen ja, dass das dritte Spiel unser ‚Endspiel’ ist“, muss man sich schon nach der Auffassung dieses und anderer Spieler fragen.   Nun, er hat Recht behalten, es war das ‚Endspiel’. Eine mögliche Entschuldigung, dass auch andere „gute“ Mannschaften ausgeschie- den sind, gilt ganz bestimmt nicht. _ Jetzt sucht das Fußball-Deutschland einen neuen Trainer. Rudi Völler ist von seinen Spielern verlassen worden. Sein Rücktritt ist konsequent und mit Respekt zu bewerten. Ein neuer Trainer, egal wie er heißen mag, hat u.a. eine wichtige Aufgabe: Er muss den Akteuren klar machen, dass es eine Ehre ist, für sein Vaterland zu spielen und nicht ein zusätzliches Einkommen „am Rande“ mit zu nehmen. Und er muss bei Missständen dieses auch in der Öffentlichkeit deutlich machen und Namen nennen. Nicht immer ist es richtig, sich „vor seine Mannschaft“ zu stellen. Eine starke Persönlichkeit ist gefragt, die dann hoffentlich auch die volle Rückendeckung des DFB hat. Aber: Fußball ist nur ein Spiel. Der Deutsche sollte nicht immer alles so tierisch ernst nehmen. Drei mal tief durchatmen – und weiter geht das Leben. ____________ Siehe auch linke Menüleiste „Meinungen“ – „Sport“  
Fußball - immer noch die beste Nebensache der Welt - Fotos: wde

   

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