Das Spiel ist aus – Das Ziel nicht erreicht
Keine Massenvernichtungswaffen, verantwortlicher Aufbau durch USA
New York / Bagdad (wde) Der irakische UNO-Botschafter Al-Duri gestand die Niederlage im Krieg zwischen den USA und Großbritannien gegen sein Land am 9. April 2003 in New York ein: "Das Spiel ist aus.", so meinte er und flog in das Exil nach Frankreich. Für die Toten, Verletzten, Obdachlosen und Hinterbliebenen war es aber kein Spiel, sondern bittere Wahrheit in einem völkerrechtlich nicht legitimierten Angriffskrieg. Die Kampfhandlungen seien noch nicht zu Ende, verlautet gleichzeitig aus dem amerikanischen Außenministerium, Saddam Hussein noch nicht gefunden. Der Wiederaufbau soll nach amerikanischer Auffassung verantwortlich von den USA und Großbritannien durchgeführt werden. Die UN wird danach an „entscheidender Stelle“ mitwirken dürfen. Das Spiel ist aus, hoffentlich hat Saddam Hussein mit der Weltöffentlichkeit nicht „nur gespielt“ und die Massenvernichtungswaffen sind wirklich schon alle vernichtet. Das wäre auf der einen Seite eine makabere, aber doch eine gute Sache. Leider einmal mehr zu Lasten seines Volkes.
Ohne UN-Mandat und gegen das eindeutige Völkerrecht wurde der Krieg begonnen. Aufbauend auf diese Tatsache will nun der amerikanische Präsident Bush auch den Wiederaufbau und damit auch zusätzlich den Zugriff auf die irakischen Ölfelder allein ableiten und beherrschen. Ein besonderes Demokratieverständnis von einem Amerikaner. Bei der „humanitären Hilfe“ könne die UN gern mit sprechen, so der Präsident. ____ Ob die UN und die Europäische Union nun endlich aufwachen und dem derzeitigen amerikanischen Präsidenten Bush Einhalt gebieten? EUROPA muss zusammen stehen, das kann und wird auch der Engländer Tony Blair wieder erkennen. Nur mit eindeutigen und   unmissverständlichen Aussagen der Europäer, inklusive der NATO und der UN, kann Bush gestoppt werden. Keine Einigung in den Gremien wäre katastrophal für die weitere Entwicklung der Weltordnung. Genau aber darauf baut die amerikanische Administration. Wer hat die besseren Nerven und vor allem auch Argumente? Wenn jetzt nicht eine klare europäische Meinung zum Irak-Krieg und seinen Folgen artikuliert wird, hat Amerika auch in EUROPA das Sagen. Syrien und Iran sind vom amerikanischen Außenminister Colin Powell schon abgemahnt worden. Vielleicht kommt in Washington „ein Mensch“ auf die Idee „... wenn wir schon mal da sind.“  
Die Bombardierung des IRAK geht weiter. Eine amerikanische F 18 auf dem Weg nach Bagdad. _____ Foto: Reuters _________________ Die von der amerikanischen Regierung benannte Bedrohung durch den Irak, es könne den Ein- satz von Massenvernichtungswaffen planen, hat nicht gestimmt. Das ist sehr gut so. Der Kriegsauslöser hat nicht gestimmt – nach dem jetzigen Stand ist die Schlussfolgerung daraus für den Wiederaufbau ebenso falsch.

   

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