Edmund Stoiber – Der Kandidat
- K - onrad Adenauer hätte keine Freude an der Entscheidung der CDU
Magdeburg / München (wde) Die Entscheidung ist gefallen. Die sogenannte “K-Frage” ist beantwortet. Die Bundesvorsitzende der Christlich Demokratischen Union (CDU), Frau Dr. Angela Merkel, hat dem CDU Bundesvorstand am 11. Januar 2002 in Magdeburg ihren Verzicht auf die Kanzlerkandidatur bekannt gegeben und damit dem bayrischen Ministerpräsident Edmund Stoiber den Weg frei gemacht. Diese honorige Entscheidung hat den Parteien der CDU/CSU einen unnötigen Richtungskampf erspart. Frau Merkel hat sich gut entschieden, den neben dem jetzt verhinderten Parteienstreit ist wohl auch die Bundesrepublik Deutschland noch nicht für eine Bundeskanzlerin bereit. Das wird sich ändern.
Partei interne Beschlüsse und der Wille der Medien immer das Neueste zu erfragen oder zu vermuten, passt immer noch nicht in die heutige Politik- und Medienwelt, wahrscheinlich nie. Auf dem Parteitag der CDU in Dresden war völlig eindeutig ein Zeitplan terminiert. Fast keiner der die Entscheidung beeinflussen wollte – egal in welcher Richtung – hielt sich daran. Die Bundesvorsitzende der CDU, Angela Merkel, hat sich an die Absprachen gehalten, auch wenn es ihr manchmal bestimmt sehr schwer gefallen sein muss. Der Besuch von Angela Merkel bei Edmund Stoiber in dessen Privathaus war sachlich bestimmt kein „Gang nach Kanossa“ und doch war es einer - für die Einheit der beiden Schwesterparteien.   Nun ist Edmund Stoiber der Kanzlerkandidat der CDU/CSU, keine leichte Aufgabe gegen einen Bundeskanzler Gerhard Schröder von der SPD. So schlecht, wie derzeit alle „Schwarzen“ reden, ist die Bundesregierung von SPD/Grünen nämlich nicht. Vieles was jetzt von der sogenannten Opposition bemängelt wird, haben diese selbst in 16 Jahren Verantwortung in Deutschland nicht gemacht oder nicht machen wollen. Es verspricht ein guter Bundestags-Wahlkampf zu werden. Es bleibt zu hoffen, dass gute und richtige Argumente überwiegen - dann wird es auch wieder eine gute Wahlbeteiligung geben. Daran, und nur daran ist zu erkennen, ob die Bevölkerung ihre Politiker mag und vertraut.  
Edmund Stoiber - Ministerpräsident vom Freistaat Bayern. Er schaut optimistisch in die Zukunft nach seiner Nominierung zum Kanzlerkandidat der Union. ____ Foto: DER SPIEGEL

   

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