Weihnachten in der Marktkirche Wiesbaden
Hautnah und mitten in der feiernden Gemeinde das Wunder der Krippe erleben
Wiesbaden (wde) Die Geburt eines Kindes in ärmlichen Verhältnissen ist zu der damaligen Zeit nichts ungewöhnliches, so der Bildhauer Wolf Spemann aus Wiesbaden, der die Krippe im Jahr 1982 für die Marktkirche schuf. Betrachtet man die Weihnachtsgeschichte „unvoreingenommen“, so ist es ein alltägliches menschliches Geschehen. „Absonderlich sind Stern, Engel und Weise – in dieser Reihenfolge“, so Spemann. So hat er diese Symbole in sein Werk der Krippe von Bethlehem eingebunden und in einer muschelähnlichen Schale zu einem besonderen Kunstwerk vereinigt. Der Stern war das Zeichen, die Engel verkündeten und die Magier kamen, die in der Legende zu Königen erhoben wurden. Die Darstellung dieser entscheidenden Merkmale ist die eigentliche Aufgabe des Künstlers. Drei Weise lassen sich noch darstellen, das Licht des Kometen in dreidimensionaler Form und der Engel als „nichtnennbar“ ist schon schwieriger, so Spemann weiter. In dem geflügelten Stern ist das Unnennbare beschrieben durch ein Gefäß, eine offene Kugel, Sonne, Auge und Christstern. Von unten heraufwachsend, dem Stern gegenüber, wird der Baum des Lebens dargestellt. Er hat bewusst die Form eines siebenarmigen Leuchters. In der Krone liegen die Mutter und das Kind. Diese beiden Figuren sind die einzigen, die vollplastisch ausgearbeitet wurden. Alle anderen treten in die Fläche der Schale zurück, haben flache Körper, streng im Relief geordnet. Die Köpfe treten in voller Rundung hervor. --- Im Chorraum der Kirche stehen fünf überlebensgroße Marmorstatuen des Thorwaldsen-Schülers Emil Hopfgarten. Damit die Gestaltung des Raumes nicht beeinflusst wird, wurde daher ein Platz „mitten in der Gemeinde“ als Standort der Weihnachtskrippe der Marktkirche Wiesbaden gewählt. Das aus Lindenholz gefertigte Relief hat eine Größe von 240 x 213 x 80 cm. ------ Der promovierte Professor Dr. phil. Wolf Spemann macht sehr bewusst den Unterschied zwischen seinen Arbeiten als Kunstwissenschaftler und als Bildhauer. Der Wissenschaftler, so Professor Spemann, muss versuchen „so objektiv wie möglich“ zu sein, der Bildhauer „muss individuell und darf subjektiv“ seine Arbeit ausführen. ----- Weitere Informationen über die Arbeiten, z.B. Skulpturen, Objekte, Zeichnungen und mehr, finden Sie unter www.spemann-skulpturen.de
   

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