Entschieden für Frieden
50 Jahre Bundeswehr, von Verteidigungsminister Dr. Peter Struck
Berlin (wde) Kennen Sie das Lied bzw. haben Sie es schon selbst gesungen? „Ja mit blank, ja mit blank, ja mit blank geputzten Schuh’n, stehst du da, kurzes Haar, wie ein abgelecktes Huhn.“ Das war ein „Gassenhauer“ in den 50er, 60er Jahren als es um die Diskussion der neuen Bundeswehr ging. Theodor Blank wurde 1950 zum "Beauftragten des Bundeskanzlers für die mit der Vermehrung der alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen" ernannt. Er leitete die „Dienststelle Blank“, aus der fünf Jahre später das Bundesministerium der Verteidigung wurde. Gegen sehr viele Widerstände hatte Bundeskanzler Konrad Adenauer die Wehrpflicht durchsetzt, eine Entscheidung, die man auch heute nicht hoch genug einschätzen kann. Zum 50. Jahrestag hier eine Kolumne von Verteidigungsminister Dr. Peter Struck: Vor 50 Jahren, zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, hat die Bundesrepublik Deutschland 1955 einen entscheidenden Schritt zurück in die Weltgemeinschaft getan. Am 7. Juni wurde das "Bundesministerium der Verteidigung" gegründet - nach intensiven Debatten und fest eingebunden in das westliche Verteidigungsbündnis NATO. In diesem Jahr blicken wir also zurück auf 50 Jahre Bundeswehr, auf 50 Jahre "Armee im Frieden". Wir erleben ein Jubiläum, das die Bundeswehr selbst, aber auch die deutsche Politik und Gesellschaft bei aller Bescheidenheit mit Stolz begehen kann.
Die Bundeswehr war von Anfang an eine Friedensarmee. Die Erfahrung zweier Weltkriege und der Nazi-Diktatur bestimmten den besonde- ren Charakter der Bundeswehr. Deutsche Soldatinnen und Soldaten begreifen sich als "Bürger in Uniform". Die Verankerung in der Gesellschaft war und ist ein zentrales Merkmal unserer Armee. Aus diesem Grund streite ich mit vollem Einsatz für die Wehrpflicht. Sie sorgt dafür, dass Bundeswehr und Gesellschaft immer nah beieinander bleiben. ___________ Bis 1989 stand die Bundeswehr an der Nahtstelle der Blockkonfron- tation - auch das hat ihre Geschichte bestimmt. Zum 50. Geburtstag blicken wir auch zurück auf 15 Jahre Armee der Einheit. Rund 11.000 ehemalige   NVA-Soldaten sind nach 1990 in die Bundeswehr integriert worden. In den Kasernen und Dienststellen ist das Miteinander von Ost und West längst gelebter Alltag. _________ Die Herausforderungen an Sicher- heits- und Verteidigungspolitik haben sich grundlegend gewandelt. Mit den neuen Bedrohungen nach dem Ende des "Kalten Krieges" ist die Bundeswehr zur Armee im Einsatz geworden. Auf dem Balkan, in Afghanistan und am Horn von Afrika sichern deutsche Soldatinnen und Soldaten heute unsere Freiheit und die Freiheit westlicher Demo- kratien. Das erfordert großes Enga- gement von allen Beteiligten. ___ Zum 50-Jährigen der Bundeswehr blicken wir dankbar zurück auf eine friedliche Epoche in Europa.  
Verteidigungsminister Dr. Peter Struck vor dem Emblem 50 Jahre Bundeswehr Foto: BMVG _____ Zugleich ist die Bundeswehr des Jahres 2005 gewappnet für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Im Jubiläumsjahr wollen wir dies in besonderem Maß erlebbar machen. Ich lade Sie ein, die Bundeswehr bei den zahlreichen Veranstaltungen im ganzen Land noch besser kennen zu lernen. Auf gute Begegnungen freut sich Ihr Dr. Peter Struck

   

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