Die „Alten“ sollen Tafelsilber abgeben
FDP-Nachwuchs-Chef Jan A. Dittrich hat eigene Gerechtigkeit
Darmstadt / Berlin (wde) Wenn wir unsere deutsche, aufgeklärte und politisch interessierte Jugend nicht hätten. Der FDP-Nachwuchspolitiker Jan A. Dittrich hat eine ganz dezidierte Meinung über den Generationsvertrag zwischen den alten und jungen Menschen in Deutschland. Seine Meinung: „Die Alten leben auf Kosten der Jungen.“ Der Bundesvorsitzende der „Junge Liberale“, einer Nachwuchs- organisation der FDP, will die Rentner zur Kasse bitten: „Einen Löffel oder besser gleich ein paar davon“ soll diese Altersgruppe an die Jugend abgeben. Nur mit jugendlichem Unwissen sind diese Sätze nicht zu entschuldigen.
Der erste optische Eindruck würde eine Schwiegermutter in spe für Jan Dittrich begeistern. Doch gegen dieses schnelle Urteil steht einmal mehr die alte Weisheit: ‚Mach Deinen Mund auf und ich sage Dir wer Du bist.’ Der Sprecher der jungen Liberalen hätte besser zuerst gedacht, dann gesprochen. Der neue Armutsbericht für Deutschland veranlaßte Dittrich zu der Äußerung, daß die Alten auf Kosten der Jugend leben. Er hätte den Bericht zu Ende lesen müssen oder sich von kompetenter Stelle den Text erklären lassen. Seine Schlußfolgerungen sind nicht nur völlig falsch, sie stellen auch die Geschichte Deutschlands der letzten 50 Jahre auf den Kopf.   Viele „neue Politiker“ haben wenig oder gar keine berufliche Erfahrung. Das ist sehr schlecht für die Tagespolitik, weil sie den Kontakt zum „wirklichen Leben“ völlig verlieren, bzw. nie gehabt haben. Mit diesem Hintergrund kann man keine Politik für ein Land und die Menschen positiv gestalten. Jan A. Dittrich sollte wieder mehr Zeit für seine Studien investieren, denn nach seiner eigenen privaten Homepage studiert er zwar seit 1997, hat aber noch kein Abschluß gemacht. Danach, so ist zu hoffen, hat er bessere Einblicke und Meinungen über die Lebensleistung der älteren Menschen in Deutschland und überhaupt. Auch keine schlechte Perspektive für den Standort Deutschland.  
Der 28 jährige FDP Nachwuchspoli- tiker Jan A. Dittrich hat die Gerech- tigkeit des Generationenvertrages begriffen – oder doch nicht?! _____ Foto: Dittrich privat

Der Pressesprecher der “Junge Liberale”, Marcel Klinge, teilt mit Datum vom 04.03.2004 auf den Internetseiten der FDP-Jugendorga- nisation eine weitere Erklärung von Jan A. Dittrich, neben der oberen vom 02.03.2005, mit. Dittrich stellt dort u.a. fest, daß er „den Bogen überspannt“ habe und daß es ihm Leid tut, „die Gefühle vieler Menschen verletzt“ zu haben. Er „bereue die Entgleisung“, schreibt aber kein einziges Wort darüber, dass er mit seinen Thesen völlig falsch liegt. Schade für ihn, er hat immer noch nichts gelernt.   Eine weitere Presseerklärung der jungen Liberalen vom 04.03.2205, ca. 13.30 Uhr, stellt Dittrich selbst wieder ins Netz. „Ich habe Grundprin- zipien. Zu meinem Politikverständnis gehört, die Verantwortung für eigene Fehler zu übernehmen." Aus diesem Grund tritt er von seinem Posten als Bundesvorsitzender der Junge Libe- rale zurück. Seine „mißverständ- lichen Aussagen“ bedauert er. Seine Aussagen waren nicht mißverständlich, sondern sehr eindeutig. Vielleicht lernt er daraus.  

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