Ohne Rücksicht Wahlen gewinnen
Edmund Stoiber und das Denken vor dem Sprechen - kann er es?
München (wde) „Handeln statt reden“ So schreibt Ministerpräsiden Edmund Stoiber, Bayern, als Leitsatz in seiner privaten Internetpräsentation. Hätte er doch vor seinen Äußerungen zur NPD-Plage vorher sein Gehirn eingeschaltet. Er müßte es wissen – er weiß es auch – daß er damit den Rechtsradikalen unnötigen Aufwind und ‚Tagesgesprächsstoff’ bietet. Die versteckten Arbeitslosen- zahlen gab es auch schon zur Kohl-Ära.
Der Aschermittwoch wirft seine Schatten voraus. Die ‚Biertischre-den’ kommen leider immer noch gut bei dem Wähler an. Das gilt für alle Parteien. Die CSU will einmal mehr beweisen, dass Verlässlichkeit, Glaubwürdigkeit, Innovation und Entscheidungskraft ihre Markenzei- chen sind. Um welchen Preis?! Es wird keine Stimme mehr in den beiden Landtagswahlen für die CDU in Schleswig-Holstein und Nord- rhein-Westfalen geben, wenn man so pauschal Verbindungen zwischen den heutigen Arbeitslosenzahlen   und dem Anstieg der NPD-Wähler zieht. Die NPD bekommt durch ihre Mehrwähler auch vom Staat mehr Geld. Das ist gesetzlich geregelt, in diesem Fall kann es aber auch gefährlich werden. Alle Parteien sollten die Ursachen der Frustwähler erkennen und sie beseitigen. Die heute vorgetrage- nen Argumente gab es auch schon vor zehn Jahren. Wann handeln die Parteien nachhaltig? Der Aufschrei gegen Stoiber ist zwar berechtigt, bringt aber die Sache keinen Schritt voran.  
Ministerpräsident Edmund Stoiber in Aschermittwoch-Stimmung ____ Quelle: Stoiber, dpa _________ Was stand noch auf der Homepage von Edmund Stoiber? „Handeln statt reden“. Wie recht er doch hat. Siehe auch Aufnahme der Woche 06/05.

   

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