Die evangelisch-lutherische Dreikönigskirche
in Bad Bevensen, Lüneburger Heide
Eine kleine Reminiszenz an diese Kirche

"Im Erkennen von geschichtlichen Zusammenhängen - in klei-
nen Episoden am Rande - erschließen sich einem oft genug
wichtige Erkennntnisse für die Gegenwart." So schreibt Pastor
Hans-Peter Hellmanzik in einer Broschüre über "seine" Kirche.
Nehmen Sie sich einen Augenblck Zeit, eine norddeutsche
Kirche kennen zu lernen, die seit dem Jahr 833 urkundlich
erwähnt wird. Diese fränkische Taufkirche stand vermutlich auf dem Platz, auf dem die heutige Dreikönigskirche steht. Ein
bestimmenden Baustil darf man sich von damals nicht
vorstellen, es wurde nach den Erfordernissen gebaut.

Die Kirche in der Abendsonne
Die heutige Gestalt erhielt die Kirche bereits im Jahr 1736
Die Turmhalle wurde in den Jahren 1953 -1955 zur Ehrenhalle für die Opfer des zweiten Weltkrieges umgestaltet
Die inneren Werte der Dreikönigskirche in Bad Bevensen
Die romanische Kirche des Mittelalters (1025 – 1734)
Im Jahr 1025 wurde die Ursprungskirche zu einer romanischen Kreuzkirche ausgebaut (ein Schülermodell aus dem Jahre 1958 ist im Museum Schliekau zu sehen). Diese schöne große Kirche musste 1734 wegen Baufälligkeit abgerissen werden.
Das Kirchengebäude von 1734
Der Neubau war dürftiger als das alte Gotteshaus. Von dieser Kirche gibt es kein Bild, aber es heißt: „Viele, die das vorherige Gotteshaus gekannt hatten, weinten laut.“
Der Kirchenbrand von 1811
1811 wurden in Bevensen 47 Häuser durch einen großen Brand zerstört. Die Kirche brannte bis auf die Grundmauern nieder. Auch die Turmecken brachen zusammen, sodass von der Jahreszahl „1735“, die in Schmiedeeisen an der Westseite angebracht war, nur noch die beiden mittleren Zahlen „732“ zu sehen sind.
Der Wiederaufbau von 1812
Weil die Gemeinde sehr verarmt war („Franzosenzeit“), ging der Wiederaufbau nur langsam voran. 1814 wurden Kanzel, Empore und Gesstühl eingebaut; 1867 die Orgel eingerichtet, 1869 der Turm um 6,50 Meter erhöht.
Die Orgel von 1867
Philipp Furtwängler (Elze) erbaute im Jahr 1867 eine vollständig neue Orgel, die im Hauptwerk 10 Register, im Schwellwerk 6 und im Pedalwerk 5 Register umfasst. Eine Besonderheit ist die Zimbel, die zur Advents- und Weihnachtszeit erklingt.
Die Kirchenerneuerungen von 1903, 1937 und 1964
Die heutige Gestalt der Kirche geht auf durchgreifende Erneuerungen in den Jahren 1903 (größere Fenster, Altwarwand mit Kanzel sowie Taufstein wurden Blickpunkte) und 1964 (neues Gestühl) zurück.
Die im Empirestil gebaute Altarwand gibt der Kirche ihr Gepräge. ähren und Trauben an der Altarwand deuten auf das Abendmahl. Das Kruzifix stammt aus dem Jahr 1937. Die Christusfigur steht herrschend als Sieger vor dem Kreuz. Sie ist angetan mit Königskrone, Königsmantel und Kraftgürtel. Die Altarleuchter sind in der Gelbgießerei Walter Wiese in Bevensen gegossen worden.
Die Turmhalle wird zur Ehrenhalle
1953 bis 1955 wurde die Turmhalle zur Ehrenhalle für die Toten des Zweiten Weltkrieges ausgebaut. über dem Gedenkbuch mit den Namen der Opfer ist im Fenster zu lesen: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein“ – die Anfangsworte dieses Bibeltextes aus Jesaja 43, 1 sind auf der Taufschale zu lesen: „Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst“. Die große männliche Gestalt links stellt nach dem Berliner Bildhauer Schrott-Fichte den Auferstandenen dar. „Für die Armen“ und „Für die Orgel“ sammelte man in füheren Zeiten die Kollekte im schwarzen Kirchenkasten.

Weitere Informationen über email Pastor Hellmanzik oder seine Internetpräsentation oder Dreikönigs-Kirchengemeinde

1584 wurde die erste Orgel geweiht, die heutige Orgel stammt aus dem Jahr 1867
Goldene Konfirmation Bad Bevensen 2005 - Teil 1 - Teil 2 - Teil 3 - Teil 4 - Teil 5 - Teil 6 - Teil 7 - Teil 8
Bad Bevensen, den 11. September 2005 Fotos: wde