Berufsfeuerwehr in Stuttgart
Viel mehr als ein Beruf
Die Feuerwehr im Einsatz. Viel mehr als man hinlänglich vermutet, ist die Feuerwehr aktiv.
Der abwehrende Brandschutz und der vorbeugende Brandschutz sind die Hauptaufgaben. Daneben sind der Umwelt- und Katastrophenschutz wichtige Bestandteile der Arbeit.
Wie diese Einsätze erfüllt werden, hängt jeweils von der gestellten Aufgabe ab.
Ohne technische Hilfsmittel geht es auch bei der Feuerwehr nicht. Das wichtigste aber ist,
dass die Frauen und Männer schon vor dem eigentlichen Beginn ihrer Arbeit physisch und
psychisch fit sind. "Wir haben schon viel gesehen, oft an der Grenze des zumutbaren."
Innerhalb von 60 bis 90 Sekunden steht die Einsatzbereitschaft nach Meldung eines Schadenfalls.
Die Einsatzlenkung schickt zuerst immer vier F
ahrzeuge zum Schadensort (Löschzug). Den Einsatzleitwagen
(ELW), das Tanklöschfahrzeug (TLF), die Feuerwehrdrehleiter mit Korb (DLK) und das Hilfsleistungs- und
Löschfahrzeug (HLF). Während der Fahrt zum Brand- Unfallort sind die Fahrzeuge mit der Einsatzlenkung
verbunden und erfahren nähere Einzelheiten ihres Einsatzes. Die Einsatzleitung vor Ort erkundet die Situation
und vergibt die Aufgaben an die einzelnen Einheiten. B
ei großen Schadensfällen kommt noch zusätzlich das
neue ELW2 zum Einsatz und weitere Löschzüge. Hier wird modernste Computertechnik mit qualifiziertem
Fachwissen und Handeln der Feuerwehrmänner zum Nutzen der Menschen eingesetzt.
Die "Rutschstange", immer noch die sicherste Methode,
schnell und gefahrlos an die Einsatzfahrzeuge zu kommen.
In Bad Cannstatt auch über zwei Stockwerke.
Die Stiefel und Hosen stehen vor den Fahrzeugen bereit.
Die Jacken liegen im Auto, dort wird sich auch fertig
angezogen. Helm, Funkgerät und Atemschutzmaske folgen.
Ein Löschzug: Diese vier Fahrzeuge rücken immer bei einem Schadensfall zuerst aus
Die Einsatzleitung im ELW1
Das Tanklöschfahrzeug (TLF) Es hat eine Leistung von
800 Liter in der Minute
Die Feuerwehrdrehleiter mit Korb (DLK)
mit einer maximalen Höhe von 30 Metern
Das Hilfsleistungs- und Löschfahrzeug (HLF)
hier ist alles für die erste Hilfe integriert
Tagesgeschäft auf der Feuerwache
Immer den Blick auf die Sicherheit für Leib und Leben
Ein Führer auf der Feuerwehrdrehleiter mit Korb
Griffbereit für den Einsatz
Die Schutzanzüge der Feuerwehr
Wenn es sein muß, kommt der große Kranwagen
Bis 20 Tonnen Gewicht kann er schultern
Der neue Einsatzleitwagen (ELW2) in Stuttgart
Dienststellenleiter der Feuerwache 3, Rolf Dieter Hohl,
rechts, informiert sich genauestens vor dem Einsatz
Ein Teil des großen Schlauchlagers. Etwa 120 Kilometer
Schlauchleitungen stehen insgesamt zur Verfügung
In der Schlauchwanne wird alles gewachsen
25 Meter ist das Becken lang
Die Feuerwehr hat aber auch andere Aufgaben, die sie fachgerecht erfüllen kann:
Alle Feuerlöscher aus öffentlichen Gebäuden Stuttgarts
werden in der Haupfeuerwache gewartet und repariert
In der eigenen KFZ-Werstatt werden
alle Fahrzeuge selbst in Stand gesetzt
Das Frühlingsfest auf dem "Cannstatter Wasen" wird
aus der "Kanzel" der Feuerwache,
gegenüber dem Volksfest, überwacht
Ausschnitt aus dem geräumigen Aufenthaltsraum der
Feuerwache 3. Die Pokale zeugen von bester Arbeit.
Eine Pause haben diese Männer wirklich verdient
Fotos: wde
Auch für den Umwelt- und Katastrohenschutz ist die Feuerwehr gut vorbereitet. Ob Chemie- oder Ölunfall,
die Feuerwehrmänner sind gewappnet. Mit Meßfahrzeugen wird für die Sicherheit der Bevölkerung gesorgt.
Mit einer eigenen Wasserretttung sowie ausgebildeten Tauchern und Ärzten wird auch dieses Einsatzgebiet
abgedeckt. Mit einer Taucherdruckkammer und anderem Spezialgerät arbeiten die Fachleute für die Verletzten.

Der vorbeugende Brandschutz hat einen besonderen Stellenwert. Im Baugenehmigungsverfahren zum Beispiel
sind die Fachleute schon aktiv. Ziel dabei ist es, die Sicherheit der Bewohner, Besucher oder Beschäftigten
zu gewährleisten.
Im vorbeugenden Brandschutz sind die Feuerwehrfrauen- und männer auch in ihrer Freizeit tätig.
In sogenanten "Feuersicherheitswachen" z.B.in den Stuttgarter Theatern, Messen, Stadion, Volksfesten,
Zirkus etc.sind sie zum Schutze des Bürgers abgestellt. Dabei wurden z.B. im Jahr 2002 bei ca.
2200 Veranstaltungen insgesamt 16 485 Std. erbracht. Eine sehr beachtliche zusätzliche Leistung.

Eine Serviceleistung bietet die Feuerwehr auch für Bürger, Behörden, Organisationen und Hilfsdienste an.
Der richtige Umgang mit Notsituationen wird hier gelehrt. Eine umfassende Aufklärung über die Gefahren bei
Bränden, Unfällen oder Notständen sowie vorbeugende Maßnahmen und Verhaltensregeln.werden vermittelt.

Teil 1
Feuerwehr im Einsatz für die Menschen
Teil 3
Organisation der Berufsfeuerwehr Stuttgart
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