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66. Bregenzer Festspiele 2011
André Chénier von Umberto Giordano
Große, opulente Oper auf der Seebühne
Teil 4, Meet and Greet
Prolog - Seebühne - Impressionen - Meet and Greet - A. Chénier - Opernbilder - Epilog
Ein Abend im Zeichen der französischen Revolution und Trikolore, erstmals gezeigt im Jahr 1790
1794 wurde die, vom Mast aus gesehen, blau, weiß, rote Fahne, zur Nationalflagge
Erste Kontakte im Foyer der Festspiele
Natalie Schlegel vom SWR4, zweite von links und Ulf-Martin Keller, Kommunikation Festspiele, dritter von rechts, begrüßen die Ehrengäste
Kluge Fragen und oft unerwart persönliche Antworten bringen von Beginn an gute Atmosphäre
Meet and Greet - Die Festspielleitung hat im Auftrag des SWR4 gute Programm-
punkte für die Sieger des Gewinnspieles vorbereitet. Hauptattraktion ist zweifelsfrei
der Besuch der Opernaufführung 'André Chénier' auf der Seebühne. Jetzt geht es um
ein Treffen mit der Operndirektorin und Solisten der heutigen Aufführung.
Dass fängt ja gut an ...
Operndirektorin Susanne Schmidt macht bei ihrer Begrüßung u.a. darauf aufmerk-
sam, dass die Vorbereitungen für die Festspiele etwa drei bis vier Jahre in Anspruch
nehmen. Mit "dicken Pinseln" haben die Verantwortlichen für dieses Jahr die Fest-
spiele vorbereitet. Opulente Dekorationen und Kostüme werden wieder einmal einge-
setzt "Wir tun alles für unsere Gäste - Nur der mögliche Regen ist nicht planbar."
Und dann war es soweit, ein Treffen im wahrsten Sinn des Wortes "hautnah".
Mezzosopranistin Rosalind Plowright und Heldentenor Roy Cornelius Smith.
Ohne Berührungsängste stehen die Künstler allen Fragen Rede und Antwort.
Der künstlerische Leiter Oper, Daniel Knapp, kommt als Moderator den Wünschen
der Gäste, aber auch der Solisten, nach. Durch sein langjähriges Fachwissen ent-
lockt er den Sängern zusätzliche interessante Informationen aus ihrem Leben.
Rosalind Plowright bringt neben ihrem musikali-
schen Können, vielseitige schauspielerische Lei-
stungen auf die Bühne. Sie hat in den 80er Jahren
die meisten Sopranpartien in italienischen Opern
gesungen und widmet sich nun dem dramatischen
Mezzosopran-Repertoire. Dort ist sie ebenfalls er-
folgreich. Rosalind Plowright hat in ihrer erfüllten
Sängerlaufbahn u.a. mit José Carreras den 'André
Chénier' gesungen. Zusammen mit Plácido Domin-
go sang sie 'll trovatore' und mit Luciano Pavarotti
die 'Aida'. Ein Galakonzert in der Arena diVerona
war genauso beachtet wie das gemeinsame Auftre-
ten mit den "drei Tenören". In den großen Häusern der Welt trat sie als Gastsängerin auf. In den näch-
sten Jahren wird sie wieder im Royal Opera House,
sowie in Stuttgart, Madrid und Paris zu hören sein.
Diverse Auszeichnungen, z. B. den Gramophone-
Award, dem Prix Fondation Fanny'Heldy und be-
kam im Jahr 2007 mit dem Verdienstorden der Queen "Offizier des Britischen Imperiums"
(OBE) eine selten verliehene Ehrung.

Roy Cornelius Smith, amerikanischer Tenor, ga-
stierte bereits an den international renommiertesten
Häusern mit den großen Paraderolen seines Faches.
Hierzu zählen Calaf in Turandot, André Chénier,
Otello, Renato des Grieux in Manon Lescaut, Cava-
radossi in Tosca, Rodolfo in La Bohème, Don José
in Carmen, Erik in Der fliegende Holländer und Ra-
dames in Aida. Seine Engagements reichen von der
Metropolitan Opera, der New York City Opera, den
Salzburger Festspielen, der Lyric Opera of Chicago
und der Wiener Volksoper. Mit führenden Orche-
stern wie dem Chicago Symphony Orchestra, den
New York Philharmonic, dem Orchestra de Teatro
Carlo Felice, dem Orchestre Métropolitain du
Grand Montréal und dem Radio Symphonie Or-
chester Wien. Aktuell gab er u.a. sein Rollendebüt
als Pollione in Norma beim Chatauqua Opera Festi-
val. Bei der Wiederaufnahme von Puccinis Turan-
dot holte ihn die Deutsche Oper Berlin im März 2011, um die Partie des Calaf zu übernehmen.

Auch als "gestandener Opernfreund", so ein Beteiligter, ist die Begegnung mit den beiden Soli-
sten eine große Bereicherung. Selten hat man solch detaillierte, auch persönliche Aussagen - drei
Stunden vor dem großen Auftritt - von Künstlern mit Weltniveau gehört. Jeder geht vor einem
Auftritt "anders mit der Zeit" um. Roy Cornelius Smith zum Beispiel isst vor jedem Einsatz wäh-
rend einer Oper eine Banane und trinkt ein Glas Sprudel. Eine Oper erzählt eine Geschichte, die-
se Geschichte muß "rübergebracht werden", so Smith. Gerade bei einer Inszenierung auf der See-
bühne in Bregenz muß man "seiner Stimme vertrauen", weil durch die unterschiedlichsten Hand-
lungsorte, auch auf verschiedenen Höhen der Bühne, die Konzentration auch besonders auf die
Wege gelenkt werden muß. Das wird "zusätzlich geübt", so der Heldentenor in seiner erstaunlich
leichten Art. Für Rosalind Plowright geht diese Partitur leichter zu singen, weil die Musik von
Umberto Giordano "eingängige Melodien" hat. Das "Zusammenspiel aller Beteiligten ist aber
eine wichtige Voraussetzung für solch einen Opernabend gerade in Begrenz", so Plowright wei-
ter."Wir haben hier eine gute Teamarbeit", dadurch gehen Opernfreunde und Künstler eine ge-
lungene Symbiose ein.
Eine kleine Gruppe, aber aufmerksame Zuhörer bei dem besonderen Treffen
Immer am Ball für den guten "O-Ton"
Musik verbindet - Hier sehr eindeutig

Auf dem Bild sehen Sie u.a.: Natalie Schlegel vom SWR4, mittlere Reihe ganz links außen;
Daniel Knapp, hintere Reihe ganz links außen, Künstlerische Leitung Oper; Rosalind Plow-
right, Mezzosopran, mittlere Reihe ganz rechts außen, gibt am heutigen Abend die anspruchs-
vollen Rollen der Contessa di Coigny, Madelon und alte Frau; Roy Cornelius Smith, Helden-
tenor, vordere Reihe links knieend, gibt den André Chénier am heutigen Abend, den berühm-
ten Dichter, der in den Wirren der französischen Revolution mit seiner großen Liebe, der
Maddelena di Coigny, durch die Guillotine zu Tode kommt.


Nach der guten "geistigen Nahrung" darf auch das "leibliche Wohl" nicht fehlen
O-hne Worte
Auch eine Reporterin muß einmal essen
Die Gewinner des Spiels vom SWR4 "Meet and Greet"
in Bregenz, im Radio. Moderator Michael Branik stellte
am 06.08.2011 in seiner Sendung "Am Vormittag", den
Eindruck der Beteiligten vor. Hören Sie selbst.
Natalie Schlegel, immer gut vorbereitet
(c) SWR4 - 3:16 min. --- Direkt zum SWR4
Texte / Fotos: wde